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ABI repräsentiert als
Interessensvertretung
95 % der heimischen
Biotech-Branche
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Die Austrian Biotech Industry (ABI) ist die Interessensvertretung der heimischen Biotechnologie-Unternehmen. Sie repräsentiert rund 95 % der österreichischen Biotechnologie-Wertschöpfung.
Zu den Mitgliedern der ABI zählen etablierte Unternehmen aus
dem Bereich der Biotechnologie ebenso wie junge Start-Ups. |
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International beachtete
Biotech-Kompetenzcluster
in Österreich
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Die Biotech-Branche entwickelte sich in den letzten Jahren zu
einem wirtschaftspolitischen Aushängeschild des Technologie und Innovationsstandortes Österreich. Über ganz Österreich verteilt haben sich mehrere Kompetenzcluster und im internationalen Vergleich einzigartige Produktionsstandorte etabliert.
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Ergebnisse der aktuellen
Branchenuntersuchung
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Um Bewusstsein für die großen Zukunftschancen dieser Branche zu schaffen und die Argumentation auf gesicherte Fakten zu stellen, hat die ABI 2006 begonnen, eine jährliche
Branchenuntersuchung bei den österreichischen Biotech-
Unternehmen durchzuführen. Die Firmenmeldungen, der
aktuell vorliegenden Datenerhebung decken rund 95 % der Mitarbeiter.
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7.300 Beschäftigte in
der Biotech-Branche.
Ein Viertel davon in
F&E.
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Österreich hat rund 50 Firmen, die nach OECD-Definition
Biotechnologieaktivitäten unternehmen.
Die Branche beschäftigte im Jahr 2006 7300 Personen, was
einer Steigerung von rund 5 % gegenüber 2005 entspricht.
1.800 (das entspricht etwa 25 % der gesamten Mitarbeiterzahl)
sind im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt, was
einem Zuwachs von 8,5 % gegenüber 2005 entspricht.
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Gesamtumsatz bei 1,9
Milliarden Euro.
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Insgesamt setzte die Branche im Jahr 2006 rund 1,9 Milliarden
Euro (+14 % gegenüber 2005) mit biotechnologischen
Produkten um. 1,65 Milliarden Euro Umsatz werden mit
Produkten der roten Biotechnologie (pharmazeutische
Wirkstoffe, Diagnostika und neue Therapien) erwirtschaftet.
Rund 250 Millionen Euro sind mit Produkten aus dem Bereich
der weißen Biotechnologie (Enzyme, Lebensmittelzusatzstoffe,
uvm.) erwirtschaftet worden.
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Schwerpunkt in
Österreich bei roter und
weißer Biotechnologie
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Die Umsatzzahlen spiegeln auch die Schwerpunkte wider, die in Österreich innerhalb des Sektors Biotechnologie existieren:
• die humanmedizinische Anwendung - „rote“
Biotechnologie - mit dem Schwerpunkt der Entwicklung
von neuen Medikamenten und Therapien
• die „weiße“ Biotechnologie, die vielfältige industrielle
Anwendungen und Herstellungsverfahren für Produkte
in fast allen Lebensbereichen umfasst. |
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18 % Forschungsquote in
der Biotechnologie
F&E Quote im
internationalen
Vergleich ausbaufähig
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Für Forschung gaben die Unternehmen rund 345 Millionen Euro (mehr als ein Viertel mehr gegenüber 2005) aus.
Allerdings liegt die Forschungsquote im internationalen
Branchenvergleich (Europa und USA) bedeutend höher:
international liegt sie zwischen 30 und 50 %. Dies ist ein Ziel,
an dem sich Österreich für die nächsten Jahre orientieren
muss. Die Forschungsförderung für die Branche muss
überproportional erhöht werden, da einerseits die F&E
längerfristig ist und andererseits auch die Wachstumsraten
überproportional hoch sind.
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Investitionstätigkeit |
2006 wurden 128 Millionen Euro (gegenüber 2005 mehr als
verdoppelt) in Produktionsanlagen und
Forschungseinrichtungen investiert.
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8 Prozent der
europäischen
Biotechnologie sind in
Österreich konzentriert
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Österreich ist im europäischen Vergleich sehr gut positioniert.
Zum Beispiel entwickeln sich Wien und das nahe Umland
(Krems) zu einem hoch kompetitiven und innovationsstarken
Biotechnologie-Cluster. Innerhalb Europas zählt diese Region zu
den Top 15 der 150 europäischen Regionen bei den
Patentanmeldungen. 8 % der europäischen Biotechnologie-
Branche sind in Österreich konzentriert (gemessen am Umsatz).
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Biotechnologie ist
Innovationsmotor. 35 %
bei Patenten
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Die Biotechnologie ist nicht nur ein Jobmotor, sondern auch ein Innovationstreiber. Die Zahl der 2006 angemeldeten Patente betrug mehr als 110, wobei zu Beginn des Jahres 2006 bereits mehr als 2100 Patente gehalten wurden. Der Zuwachs bei den Patentanmeldungen betrug daher gegenüber 2005 mehr als 35 %.
Gerade in einer derart hochtechnologischen und
entwicklungsintensiven Branche wie der Biotechnologie spielt
die Kompaktheit der geographischen Räume und eine
Vernetzung eine bedeutende Rolle. Darum bietet sie auch für
kleine (wirtschafts-) politische Einheiten wie Österreich alle
Chancen. Eine Stärkung und Ausbau der Kompetenzcluster ist
erforderlich. |
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Die
Zukunftsperspektiven:
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Für die ABI liegen die großen Herausforderungen und Chancen in der nächsten Dekade bei:
Weiterentwicklung der ‚forschenden jungen Unternehmen’ in profitable Firmen
Erhöhung der F&E-Quote in Richtung internationale
Benchmarks. Die ABI strebt eine Verdopplung der
Biotech-Forschungsquote an.
Schaffung von mehreren hundert neuen Arbeitsplätzen
pro Jahr
Realisierung des jährlichen Wachstumspotenzials
im zweistelligen Bereich
Ausbau der Biotech-Kompetenzcluster
Modernisierung des Bildungsangebotes, um Wissen und
Kompetenz zu stärken
Sicherstellung der Wachstumsfinanzierung für Biotech-
Firmen bis in die Phase der klinischen Prüfungen hinein
durch Ausbau von Private Equity und Venture Capital
Finanzierungen in Österreich.
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