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Im Rahmen des 4. Wiener Nobelpreisträgerseminars am 8. und 9. Oktober 2009 in Wien, lud die Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam mit dem Fachverband ,zum persönlichen Gedankenaustausch mit den beiden Chemie-Nobelpreisträgern Roger Y. Tsien und Ahmed Zewail ein. Die Wiener Nobelpreisträgerseminare sind eine Veranstaltungsreihe, die alljährlich zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten stattfindet.
In der Sky Lounge des Hauses der Wirtschaft begrüßte WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz im Beisein von Staatssekretärin Christine Marek zu den Chemie und Technologiegesprächen der Außenwirtschaft Österreich (AWO). In seiner Eröffnungsrede zeigte sich Schenz erfreut über die Gastgeberrolle Wiens für die Nobelpreisträger-Seminare: „Damit positionieren wir uns auch in technischen Bereichen und nehmen eine wegweisende Rolle im Herzen Europas ein“, so Schenz. Durch die spannende Veranstaltung führte Prof. Nikolaus Zacherl, Obmann der Austrian Biotech Industry im FCIO.
Tsien zeigte in seinem Vortrag sehr eindrucksvoll seine Erlebnisse mit Technologietransferstellen auf. Man könne Innovation nicht mit Hilfe eines Managements herbeiführen, war sein Resümee. Ideen entstünden in den Köpfen der Wissenschaftler, marktfähige Ideen fänden Ihren Markt, meinte Tsien sehr pragmatisch.
Zewail betonte, dass die Verwertung seiner wissenschaftlichen Ergebnisse niemals ein Antrieb gewesen sind. Neugier sei die einzige treibende Kraft für seine Arbeiten gewesen. Technologietransfer habe er immer den Experten auf diesem Gebiet überlassen.
Roger Y. Tsien ist an der Universität von Kalifornien in San Diego tätig. 2008 wurde er für die Entdeckung des fluoreszierenden Proteins mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Mit Hilfe dieser Entdeckung ist es möglich physiologische Vorgänge sichtbar zu machen und damit verschiedene Gewebe zu unterscheiden. Dies brachte zum Beispiel in der Chirurgie große Fortschritte.
Ahmed Zewail ist Professor und Direktor des Physical Biology Center for Ultrafast Science and Technology am California Institute of Technology. 1999 wurde Zewail für seine Studien der Abläufe chemischer Reaktionen ausgezeichnet, wofür er ultrakurze Laserblitze einsetzte. Seine Technik ermöglichte es erstmals mitzuverfolgen, wie sich die Atome in einem Molekül während einer chemischen Reaktion bewegen.