Chemische Industrie

Die chemische Industrie gehört zu den größten und bedeutendsten Industriebranchen in Österreich.

Im Verhältnis zur gesamten Industrie repräsentiert die chemische Industrie

11,6 % der Beschäftigten 
10,6 % des Produktionswerts
5,5 % der Bruttowertschöpfung
10,4 % der F&E-Ausgaben 
16,9 % der Umweltschutzausgaben

Mittelständische Betriebe mit durchschnittlich rund 150 Mitarbeitern prägen das Bild der chemischen Industrie. Fast jeder dritte Beschäftigte in der chemischen Industrie ist in einem KMU tätig. Von den rund 300 Unternehmen beschäftigen lediglich 50 mehr als 250 Arbeitnehmer.

Die chemische Industrie ist eng mit dem Ausland verflochten. Über zwei Drittel der Produktion gehen in den Export. Zahlreiche Unternehmen halten Auslandsniederlassungen in der ganzen Welt oder üben als Tochterunternehmen multinationaler Konzerne die Headquarter-Funktion für Mittel- und Osteuropa aus.

Branchen der chemischen Industrie

Die chemische Industrie  Österreichs  gliedert sich in folgende Branchengruppen:

Bauchemie
Betonzusatzmittel
Biokraftstoffe
Biotechnologie
Bitumenemulsionen
Chemischer Büro- und Schulbedarf 
Chemiefasern
Anorganische und organische Chemikalien
Dach- und Abdichtungsbahnen
Düngemittel
Edelmetallaffinerien
Holzschutzmittel
Kautschukwaren
Kerzen und Wachswaren
Klebstoffe
Körperpflegemittel
Kunststofferzeugung
Kunststoffverarbeitung
Lacke, Anstrichmittel und Druckfarben
Lebens- und Futtermittelzusatzstoffe
Pflanzenschutz
Pharmazeutika
Pyrotechnik und Sprengmittel
Schmiermittel
Technische Gase
Textil-, Leder- und Papierhilfsmittel
Tierkörperverwertung
Wasch-, Putz- und Pflegemittel

Pharmazeutika

Die Pharmaindustrie stellt einen großen und bedeutenden Bereich in der chemischen Industrie dar. Medikamente leisten einen wichtigen Beitrag für unser Gesellschaftssystem, vor allem durch die Heilung von Krankheiten, die Erhöhung der Lebensqualität, durch die

Steigerung der Lebenserwartung, durch die Reduzierung von Krankenstandstagen und durch die Linderung von Leiden bzw. Vermeidung von Operationen.

Die Situation der Pharmafirmen in Österreich ist nahezu familiär. Fast die Hälfte aller österreichischen Pharmafirmen haben max. 9 Mitarbeiter. Knapp über 40 % der Betriebe sind kleine und mittlere Unternehmen mit 10 bis 250 Mitarbeitern. Nur rd. 10 % der Pharmafirmen sind Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. In Österreich sind insgesamt rund 11.000 Mitarbeiter bei Pharmaunternehmen beschäftigt.

Die Kosten für Arzneimittel betragen rd. 12,6 % der gesamten Gesundheitsausgaben in Österreich. Gemessen an den Umsatzerlösen liegen die F E Ausgaben für Arzneimittel und Biotechnologie bei rd. 14,9 %, das bedeutet, dass die Pharmaindustrie z.B. dreimal so viel Ausgaben für F E wie der gesamte Elektronikbereich investiert.

Die österreichischen Pharmaunternehmen haben pharmazeutische Produkte im Wert von rd. 1,87 Mrd. Euro produziert, es wurden Medikamente im Wert von 2,28 Mrd. Euro exportiert und im Wert von 2,73 Mrd. Euro importiert.

Die Entwicklung der Medikamentenpreise in Österreich ist stark degressiv. Eine Packung, die vor zehn Jahren noch € 10,00 gekostet hat, kostet nur mehr € 8,40. Das Erstattungssystem für Arzneimittel in Österreich hat seit 2006 149 Innovationen und 308 Generika zur Aufnahme in den Erstattungskodex zugelassen.

Die österreichischen Pro-Kopf-Arzneimittelausgaben auf Basis des Fabriksabgabepreises liegen deutlich, nämlich ca. 18,6 %, unter dem Mittelwert der EU 15.

Die Ziele der österreichischen Pharmawirtschaft liegen vor allem in der Transparenz und Kostenwahrheit im Gesundheitswesen. Das sollte ein Ende der Spitalslastigkeit mit der Verlagerung aus dem Spitals- in den niedergelassenen Bereich bedeuten. Daneben muss es eine volkswirtschaftliche Kostennutzungs rechnung der Gesundheitsausgaben geben. Außerdem setzt sich die österreichische Pharmawirtschaft für einen unbürokratischen Zugang zu modernen innovativen Medikamenten zur bestmöglichen Versorgung der Patienten ein.

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Franz Latzko

+43 590900 3367

latzko@fcio.at

Chemiefaserindustrie

Chemiefasern Chemiefasern werden in Österreich in vier Betrieben an insgesamt drei Standorten produziert. Der Gesamtproduktionswert beläuft sich auf ca. 590 Millionen EUR.

Asota GmbH, Linz
Asota stellt Polyethylenfasern her und entwickelt daraus technologisch hochwertige Nadelfilze, die insbesondere bei hoch UV-stabilen Anwendungen im Kraftfahrzeugsbau und anderen technischen Anwendungen zum Einsatz gelangen. 

Evonik Fibres GmbH, Lenzing
Evonik Fibres produziert in Lenzing Polyimid-Fasern und Multifilamentgarne. Diese werden aufgrund der Temperaturbeständigkeit bis 260 Grad Celsius und der ausgezeichneten Chemikalienbeständigkeit vor allem als Filtermedien zur Abscheidung von Stäuben aus heißen Rauchgasen eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind Flammschutzbekleidung für Feuerwehr und Industrie, sowie Isolationsmaterial die auch in Luft- und Raumfahrt und der Automobilbranche verwendet werden

Lenzing AG, Lenzing und Lenzing Lyocell Gmbh & Co KG, Heiligenkreuz i.L.
Am Standort Lenzing werden Viscose- und Modalstapelfasern erzeugt. In Heiligenkreuz kommt das moderne Lenzing Lyocell-Verfahren zum Einsatz.

Die Internationale Chemiefasertagung findet jährlich in Dornbirn/Vorarlberg statt.

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Franz Latzko

+43 590900 3367

latzko@fcio.at

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Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Johann Pummer

05 90 900 - 3372

Pummer@fcio.at

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